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Thema des Außenministertreffens war auch der Reformkurs in Myanmar. Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur verfolgt Birma einen vorsichtigen Kurs der Öffnung. Es herrsche große Erleichterung darüber, dass das Land eine Reformpolitik eingeleitet habe, berichtete Westerwelle. Die ASEAN-Staaten zeigten sich erfreut, dass die EU ihre Sanktionen gegen Myanmar ausgesetzt hat. „Wir hoffen, dass sie bald überflüssig sind“, sagte Westerwelle. Aber das hänge davon ab, ob die Reformpolitik nachhaltig sei.
Weitere Reisestationen: Thailand und Myanmar
Nach Brunei, der ersten Station seiner einwöchigen Reise, hat Westerwelle Thailand besucht. Dort traf er Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und Kronprinzessin Maha Chakri. Deutschland ist Thailands wichtigster Handelspartner in der EU. In diesem Jahr feiern beide Länder den 150. Jahrestag der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen.
Anschließend besucht der Außenminister Myanmar. Den historischen Reformprozess des Landes will er durch eine „Politik der Ermutigung“ unterstützen. Demokratische Entwicklungen und der friedliche Wandel sollen gefördert werden. Am Sonntag hat Westerwelle Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi getroffen. Gespräche mit Präsident Thein Sein und Außenminister Wunna Maung Lwin sind für Montag geplant. Es ist der erste Besuch eines deutschen Außenministers in dem Land seit mehr als 25 Jahren.
Hintergrund
ASEAN gehören zehn Mitgliedstaaten an: Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Das Gebiet des Verbandes umfasst 600 Millionen Einwohner. Es gilt als einer der Wachstumsmotoren Asiens. Politisch nimmt ASEAN eine immer aktivere Rolle ein und engagiert sich für Frieden und Stabilität in der Region - zuletzt bei der Vermittlung im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha.
Nachrichten
30.04.2012Zusammenarbeit mit Südostasien stärken
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich für eine engere Kooperation von EU und ASEAN, dem Verband südostasiatischer Nationen, ausgesprochen. Beide Regionen arbeiteten bereits wirtschaftlich stark zusammen, „aber wir wollen diese Vernetzung noch ausbauen“, sagte er beim EU-ASEAN-Treffen in Brunei. Neben den Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen gehe es auch um eine engere Kooperation beim Thema Menschenrechte, erläuterte Westerwelle.
Thema des Außenministertreffens war auch der Reformkurs in Myanmar. Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur verfolgt Birma einen vorsichtigen Kurs der Öffnung. Es herrsche große Erleichterung darüber, dass das Land eine Reformpolitik eingeleitet habe, berichtete Westerwelle. Die ASEAN-Staaten zeigten sich erfreut, dass die EU ihre Sanktionen gegen Myanmar ausgesetzt hat. „Wir hoffen, dass sie bald überflüssig sind“, sagte Westerwelle. Aber das hänge davon ab, ob die Reformpolitik nachhaltig sei.
Weitere Reisestationen: Thailand und Myanmar
Nach Brunei, der ersten Station seiner einwöchigen Reise, hat Westerwelle Thailand besucht. Dort traf er Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und Kronprinzessin Maha Chakri. Deutschland ist Thailands wichtigster Handelspartner in der EU. In diesem Jahr feiern beide Länder den 150. Jahrestag der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen.Anschließend besucht der Außenminister Myanmar. Den historischen Reformprozess des Landes will er durch eine „Politik der Ermutigung“ unterstützen. Demokratische Entwicklungen und der friedliche Wandel sollen gefördert werden. Am Sonntag hat Westerwelle Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi getroffen. Gespräche mit Präsident Thein Sein und Außenminister Wunna Maung Lwin sind für Montag geplant. Es ist der erste Besuch eines deutschen Außenministers in dem Land seit mehr als 25 Jahren.
Hintergrund
ASEAN gehören zehn Mitgliedstaaten an: Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Das Gebiet des Verbandes umfasst 600 Millionen Einwohner. Es gilt als einer der Wachstumsmotoren Asiens. Politisch nimmt ASEAN eine immer aktivere Rolle ein und engagiert sich für Frieden und Stabilität in der Region - zuletzt bei der Vermittlung im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha.


