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Westerwelle und Amtskollegin Hillary Clinton in Washington Deutschland bereitet sich in enger Abstimmung mit den USA auf einen „Herbst der außenpolitischen Entscheidungen“ vor. Das erklärte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bei seinem Treffen mit Amtskollegin Hillary Clinton in Washington. Die USA seien der „wichtigste transatlantische Verbündete“ Deutschlands. Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit bedankte sich Westerwelle außerdem für die amerikanische Unterstützung während der Wendezeit. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die strategische Neuausrichtung der NATO, über die am 19. und 20. November in Lissabon beraten wird. Dabei wird es auch um die Beziehungen der NATO zu Russland gehen, für Westerwelle ein wichtiger „strategischer Partner“.
Auch der Friedensprozess im Nahen Osten war Thema der Beratungen zwischen Westerwelle und Clinton. Der deutsche Außenminister sprach von „entscheidenden Stunden“ und appellierte an die Beteiligten, „diese Chance nicht zu vertun“. Die Friedensverhandlungen sollen im Oktober in Paris fortgesetzt werden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte aber mit Abbruch der Gespräche gedroht, sollte der israelische Siedlungsbau nicht gestoppt werden.
Zur Zukunft Afghanistans bekräftigte Westerwelle das gemeinsame Anliegen Deutschlands und der USA, die Sicherheitsverantwortung im Land bis 2014 vollständig an die afghanische Regierung zu übergeben. Schon im nächsten Jahr sollen einzelne Provinzen die Verantwortung übernehmen.
„Ohne die USA wäre die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen“
Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit bedankte sich Westerwelle außerdem für die amerikanische Unterstützung im Einigungsprozess. Ohne die USA sei die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen, sagte Westerwelle. Als Gastgeschenk hatte er Clinton ein Stück der Berliner Mauer mitgebracht. Die amerikanische Außenministerin sagte, Deutschland habe „der Welt gezeigt, dass Mauern eingerissen werden können, dass Gemeinden wieder zusammenwachsen können, dass dauerhafter Frieden auch nach einer langen Zeit der Teilung und des Zerwürfnisses möglich ist“. Die Vereinigung sei ein Zeugnis für die Stärke des deutschen Volkes.
Westerwelle wird in zwei Wochen wieder in die USA reisen, wenn die Entscheidung über einen nicht-ständigen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat getroffen wird. Vor wenigen Tagen hatte der Außenminister bei seiner Jungfernrede vor der Generalversammlung in New York bekräftigt, dass Deutschland bereit sei, „globale Verantwortung zu übernehmen“.
Nachrichten
30.09.2010Westerwelle in den USA: Ein Herbst der außenpolitischen Entscheidungen

Westerwelle und Amtskollegin Hillary Clinton in Washington Deutschland bereitet sich in enger Abstimmung mit den USA auf einen „Herbst der außenpolitischen Entscheidungen“ vor. Das erklärte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bei seinem Treffen mit Amtskollegin Hillary Clinton in Washington. Die USA seien der „wichtigste transatlantische Verbündete“ Deutschlands. Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit bedankte sich Westerwelle außerdem für die amerikanische Unterstützung während der Wendezeit. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die strategische Neuausrichtung der NATO, über die am 19. und 20. November in Lissabon beraten wird. Dabei wird es auch um die Beziehungen der NATO zu Russland gehen, für Westerwelle ein wichtiger „strategischer Partner“.
Auch der Friedensprozess im Nahen Osten war Thema der Beratungen zwischen Westerwelle und Clinton. Der deutsche Außenminister sprach von „entscheidenden Stunden“ und appellierte an die Beteiligten, „diese Chance nicht zu vertun“. Die Friedensverhandlungen sollen im Oktober in Paris fortgesetzt werden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte aber mit Abbruch der Gespräche gedroht, sollte der israelische Siedlungsbau nicht gestoppt werden.
Zur Zukunft Afghanistans bekräftigte Westerwelle das gemeinsame Anliegen Deutschlands und der USA, die Sicherheitsverantwortung im Land bis 2014 vollständig an die afghanische Regierung zu übergeben. Schon im nächsten Jahr sollen einzelne Provinzen die Verantwortung übernehmen.
„Ohne die USA wäre die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen“
Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit bedankte sich Westerwelle außerdem für die amerikanische Unterstützung im Einigungsprozess. Ohne die USA sei die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen, sagte Westerwelle. Als Gastgeschenk hatte er Clinton ein Stück der Berliner Mauer mitgebracht. Die amerikanische Außenministerin sagte, Deutschland habe „der Welt gezeigt, dass Mauern eingerissen werden können, dass Gemeinden wieder zusammenwachsen können, dass dauerhafter Frieden auch nach einer langen Zeit der Teilung und des Zerwürfnisses möglich ist“. Die Vereinigung sei ein Zeugnis für die Stärke des deutschen Volkes.
Westerwelle wird in zwei Wochen wieder in die USA reisen, wenn die Entscheidung über einen nicht-ständigen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat getroffen wird. Vor wenigen Tagen hatte der Außenminister bei seiner Jungfernrede vor der Generalversammlung in New York bekräftigt, dass Deutschland bereit sei, „globale Verantwortung zu übernehmen“.


