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„An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern“, warnte der Außenminister. Die Mitte der Gesellschaft müsse durch faire Steuern und ein durchlässiges Bildungssystem wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken. „Dieses Umsteuern ist für mich der Kern der geistig-politischen Wende, die ich nach der Diskussion über die Karlsruher Entscheidung für nötiger halte denn je.“
Nachrichten
11.02.2010Westerwelle: Missachtung der Mitte brandgefährlich
FDP-Chef Guido Westerwelle hat gefordert, in der Debatte um Hartz IV nicht diejenigen zu vergessen, die "das alles erarbeiten". Die Missachtung der Mitte in Deutschland sei "brandgefährlich". Faire Steuern und ein durchlässiges Bildungssystem müssten sie wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken. In einem Gastbeitrag für die "Welt" kritisierte Westerwelle, die Debatte im Anschluss an das Karlsruher Urteil habe "sozialistische Züge". "Wie in einem pawlowschen Reflex" werde jetzt nach höheren Hartz IV-Sätzen gerufen. Entlastungen für die, "die das alles erarbeiten" und nicht nur Steuergelder beziehen, sollten dafür nicht mehr möglich sein. "Empfänger sind in aller Munde, doch die, die alles bezahlen, finden kaum Beachtung."
„An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern“, warnte der Außenminister. Die Mitte der Gesellschaft müsse durch faire Steuern und ein durchlässiges Bildungssystem wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken. „Dieses Umsteuern ist für mich der Kern der geistig-politischen Wende, die ich nach der Diskussion über die Karlsruher Entscheidung für nötiger halte denn je.“



