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27.11.2009Westerwelle: Jungs Entscheidung verdient Respekt
Der Arbeitsminister und ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat seinen Rücktritt erklärt. Eine Entscheidung, die Respekt verdient, urteilt Außenminister und FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle. „Aus dem Kabinett scheidet nun ein Kollege aus, den ich nicht nur seit Jahrzehnten kenne, sondern dessen faire Kollegialität ich ausdrücklich anerkenne“, so Westerwelle.
Die „Bild“-Zeitung hatte am Donnerstag in einen Artikel Details über einen Tanklasterangriff in Afghanistan und die anschließende Kommunikation von Bundeswehr und Verteidigungsministerium veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Jung die Öffentlichkeit zu spät über den wahren Tathergang, bei dem 142 Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden, informiert hatte.
Bereits am Donnerstagmorgen entließ der amtierende Verteidigungsminister Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU) den Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, und den Staatssekretär Peter Wichert. Zu Guttenberg hatte zudem im Parlament angekündigt, den Fall aufklären zu wollen.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bedankte sich nach dem Rücktritt Jungs für dessen Arbeit. Die Diskussionen der vergangenen beiden Tage, die schließlich auch zum Rücktritt geführt hatten, änderten jedoch nichts daran, „dass der deutsche Einsatz in Afghanistan zur Stärkung unserer eigenen Sicherheit nötig ist und bleibt“, so Westerwelle



