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„Wir Deutsche sind hier als Freunde“, betonte Westerwelle. „Wir sind als engagierte Entwicklungshelfer im Land aktiv.“ Das unterstreiche den Ansatz, „rechtzeitig gute Politik zu machen“. Nur so könne man auch dafür sorgen, dass der Jemen „kein Hafen für Terroristen“ werde. Er halte es zudem für einen Fehler, sich allein auf die Terrorabwehr zu konzentrieren. Stattdessen müsse das Land insgesamt stabilisiert, die Regierungsmacht gestärkt werden. Dies könne allerdings nur funktionieren, wenn ein breiter politischer Ansatz gewählt werde.
Der Vizekanzler will mit den europäischen Partnern besprechen, was man zur Stabilisierung des Jemens unternehmen kann. Damit kein Nährboden für Terrorismus entstehe, sei ein innerer Dialog im Lande notwendig. „Wir glauben, dass eine militärische Lösung nicht erfolgreich sein kann“, betonte der Minister.
Weitere Besuche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar
Zuvor hatte Westerwelle die Vereinigten Arabischen Emiraten besucht. Dabei ging es insbesondere um den Iran. Außenminister Abdallah bin Zayed forderte Teheran zu mehr Kooperation und aktiver Mitarbeit auf. Das würde sowohl der internationalen Gemeinschaft als auch Irans Nachbarn die Sicherheit geben, dass das Atomprogramm friedlichen Zwecken dient.
In Abu Dhabi kam Westerwelle mit Kronprinz Muhammad bin Zayed und Außenminister Abdallah bin Zayed zusammen. Nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen betonte der deutsche Außenminister, er wolle die politische Partnerschaft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) intensivieren und fortschreiben.
Der Bundesaußenminister wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, die sich aus den Bereichen Infrastruktur, Beratung und Solartechnik zusammensetzt. Westerwelle versteht sich auch als Türöffner für die Wirtschaft: „Zu einer guten deutschen Außenpolitik zählt auch, dass wir für unsere deutschen Unternehmen Türen öffnen“.
Eine weitere Station war Katar. In jüngster Zeit hat der Golfstaat erhebliche Summen in die deutsche Wirtschaft investiert: So erwarb der katarische Staatsfonds im Juli 2009 rund 17 Prozent Anteile an der Volkswagen AG. Am Stammkapital von Porsche ist Katar mit zehn Prozent beteiligt. Westerwelle warb jedoch dafür, das deutsch-katarische Verhältnis nicht nur wirtschaftlich zu definieren: Ebenso wichtig sei eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Jugend und Bildung. Es müsse darum gehen, junge Menschen beider Länder zusammenzubringen.
Nachrichten
11.01.2010Westerwelle: Größtes Interesse an einem stabilen Jemen
Außenminister Guido Westerwelle hat am Wochenende überraschend den Jemen besucht. „Wir haben größtes Interesse an einem stabilen Jemen“, sagte Westerwelle. Ein Zusammenbruch der staatlichen Strukturen könne „eine Gefahr für die Region und die ganze Welt werden“. Das Land dürfe „kein Rückzugsgebiet für Terroristen werden“. Zuvor hatte der Minister die Türkei, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten besucht.
„Wir Deutsche sind hier als Freunde“, betonte Westerwelle. „Wir sind als engagierte Entwicklungshelfer im Land aktiv.“ Das unterstreiche den Ansatz, „rechtzeitig gute Politik zu machen“. Nur so könne man auch dafür sorgen, dass der Jemen „kein Hafen für Terroristen“ werde. Er halte es zudem für einen Fehler, sich allein auf die Terrorabwehr zu konzentrieren. Stattdessen müsse das Land insgesamt stabilisiert, die Regierungsmacht gestärkt werden. Dies könne allerdings nur funktionieren, wenn ein breiter politischer Ansatz gewählt werde.
Der Vizekanzler will mit den europäischen Partnern besprechen, was man zur Stabilisierung des Jemens unternehmen kann. Damit kein Nährboden für Terrorismus entstehe, sei ein innerer Dialog im Lande notwendig. „Wir glauben, dass eine militärische Lösung nicht erfolgreich sein kann“, betonte der Minister.
Weitere Besuche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar
Zuvor hatte Westerwelle die Vereinigten Arabischen Emiraten besucht. Dabei ging es insbesondere um den Iran. Außenminister Abdallah bin Zayed forderte Teheran zu mehr Kooperation und aktiver Mitarbeit auf. Das würde sowohl der internationalen Gemeinschaft als auch Irans Nachbarn die Sicherheit geben, dass das Atomprogramm friedlichen Zwecken dient.
In Abu Dhabi kam Westerwelle mit Kronprinz Muhammad bin Zayed und Außenminister Abdallah bin Zayed zusammen. Nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen betonte der deutsche Außenminister, er wolle die politische Partnerschaft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) intensivieren und fortschreiben.
Der Bundesaußenminister wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, die sich aus den Bereichen Infrastruktur, Beratung und Solartechnik zusammensetzt. Westerwelle versteht sich auch als Türöffner für die Wirtschaft: „Zu einer guten deutschen Außenpolitik zählt auch, dass wir für unsere deutschen Unternehmen Türen öffnen“.
Eine weitere Station war Katar. In jüngster Zeit hat der Golfstaat erhebliche Summen in die deutsche Wirtschaft investiert: So erwarb der katarische Staatsfonds im Juli 2009 rund 17 Prozent Anteile an der Volkswagen AG. Am Stammkapital von Porsche ist Katar mit zehn Prozent beteiligt. Westerwelle warb jedoch dafür, das deutsch-katarische Verhältnis nicht nur wirtschaftlich zu definieren: Ebenso wichtig sei eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Jugend und Bildung. Es müsse darum gehen, junge Menschen beider Länder zusammenzubringen.



