Guido Westerwelle - Bundesminister des Auswärtigen und MdB aus dem Wahlkreis Bonn

zur Übersicht

Nachrichten

18.06.2012

Drei Forderungen an den ägyptischen Wahlsieger

Guido Westerwelle: Der künftige Präsident Ägyptens muss sich zum demokratischen Wandel bekennen Ägypten hat am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt. Das offizielle Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben. An den künftigen Wahlsieger richtete Außenminister Guido Westerwelle (FDP) drei Forderungen: Er müsse sich zum demokratischen Wandel des Landes bekennen, das teilweise gespaltene Volk wiedervereinen sowie Garant des inneren und äußeren Friedens sein, erklärte Westerwelle gegenüber dem „Deutschlandfunk“.

Zwar haben die Muslimbrüder ihren Kandidaten Mohammed Mursi bereits zum Sieger der Wahl erklärt. Das Lager um Ex-Premier Ahmad Schafik erklärte hingegen, dieser liege leicht in Führung. Die Wahlkommission will das Ergebnis Mitte der Woche bekanntgeben.

Mangels offizieller Informationen konnte Westerwelle den Wahlausgang bislang nicht kommentieren. Die Berichte der deutschen Diplomaten zeigten jedoch, dass die Wahlen im Großen und Ganzen frei, fair und friedlich verlaufen seien, sagte der Außenminister. Zum demokratischen Aufbruch Ägyptens erklärte er in Richtung des künftigen Präsidenten: „Es darf hier kein Zurück geben. Das, was errungen worden ist, kann nicht zurückgedreht werden.“ Der künftige Wahlsieger müsse ein Repräsentant aller Ägypter sein, um das gespaltene Volk wieder zusammenführen zu können. Innerer und äußerer Frieden sei für Ägypten und die Region in mehrfacher Hinsicht entscheidend: Die Bedeutung des Landes für den Nahost-Friedensprozess dürfe nicht vergessen werden, unterstrich der Außenminister.

Bereits im Vorfeld der Wahl hatte Westerwelle gesagt, dass es im Interesse der Menschen in Ägypten sei, den eingeschlagenen Weg in Richtung Demokratie konsequent fortzusetzen. Die Arbeitsfähigkeit des Parlamentes solle deshalb so schnell wie möglich wieder hergestellt werden.

zur Übersicht | zum Seitenanfang