Guido Westerwelle - Bundesminister des Auswärtigen und MdB aus dem Wahlkreis Bonn

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16.04.2012

Afghanistan: Weiter an friedlicher Zukunft arbeiten

Nach den Anschlägen auf westliche Botschaften in Afghanistan hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bekräftigt, Deutschland halte an der bisherigen Abzugsperspektive fest. "Wir werden weiter an einer friedlichen Zukunft Afghanistans arbeiten", erklärte Westerwelle in der ''Tagesschau''. Der Minister äußerte seinen Respekt für alle Deutschen, die unter den schwierigen Umständen in Afghanistan ihren Dienst tun.

Wie der Außenminister bestätigte, wurde auch die deutsche Botschaft beschossen. Mitarbeiter kamen allerdings nicht zu Schaden. Die Politik der Bundesregierung gegenüber Afghanistan werde von den Anschlägen nicht beeinflusst, machte Westerwelle deutlich. "Wir werden uns durch diese Gewalt nicht von unserem Engagement für eine friedliche Zukunft Afghanistans abbringen lassen", erklärte der Minister in Berlin. Der Plan für einen Abzug der internationalen Truppen bis zum Jahr 2014 werde unverändert umgesetzt.

Er sei stets davon ausgegangen, dass es bei der Übergabe der Sicherheitsverantwortung Rückschläge geben werde, so Westerwelle weiter. Allerdings hätten die einheimischen Sicherheitskräfte die Situation rasch in den Griff bekommen. Der Außenminister äußerte seinen "großen Respekt" für alle deutschen Soldaten, Diplomaten und zivilen Helfer, die in Afghanistan tätig sind.

Hintergrund

Kämpfer der radikalislamischen Taliban hatten am Sonntag in einer offenbar koordinierten Aktion mehrere Gebäude im Diplomatenviertel der Hauptstadt Kabul sowie Ziele in anderen Städten des Landes attackiert. Erst am Montagmorgen hatte sich die Lage wieder vollständig beruhigt. Nach Angaben der afghanischen Regierung kamen 47 Menschen bei den Kämpfen ums Leben.

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